Evangelische Fachhochschule Darmstadt
Bachelor-Studiengang Integrative Heilpädagogik / Inclusive Education

Evangelische
Fachhochschule
Darmstadt

University
of Applied Sciences

Bachelor-Studiengang
Integrative Heilpädagogik / Inclusive Education

Allgemeine Studienziele


  • Vor dem Hintergrund eines ganzheitlichen, ethisch begründeten Menschenbildes sollen im Studiengang Kenntnisse vermittelt werden, die die Studierenden befähigen, sowohl gesellschaftlich als auch fachwissenschaftlich begründet an der Schaffung von Möglichkeitsräumen im Sinne der Selbstbestimmung und Normalisierung von Lebensverhältnissen von als behindert bezeichneten Menschen mitzuwirken.

  • In Anlehnung an die Salamanca – Erklärung der UNESCO von 1994 handelt es sich um ein subjektorientiertes Studium, in dem angeeignet werden soll, wie Lernbedingungen (räumlich, sächlich, personell) den unterschiedlichen Lern- und Entwicklungsbedürfnissen behinderter und nicht behinderter Kinder, Jugendlichen/Erwachsenen angepasst werden können, so dass auch Menschen mit unterschiedlichsten Beeinträchtigungen in den verschiedensten Institutionen der Erziehung, Bildung, Freizeit und Arbeit nicht auf Grund von Art und Schweregrad einer Beeinträchtigung ausgesondert werden, sondern in die jeweilige soziale Gemeinschaft einbezogen bleiben.

  • Bezogen auf die Studienmodule soll auch die Auseinandersetzung mit speziellen Erziehungs- und Bildungsbedarfen vor dem Hintergrund allgemeiner Gesetzmäßigkeiten menschlicher Entwicklung erfolgen. Nicht das Besondere, Selektion und Segregation begründende, sondern das Allgemeine der speziellen Bedürfnisse im Sinne ihrer möglichen Einbettung in kommunikative und kooperative Zusammenhänge soll zentraler Gegenstand der Studientätigkeit sein.

  • Die oben genannte Zielsetzung wird didaktisch einschließlich der Forschungsperspektive umgesetzt, indem sich das Prinzip der Berücksichtigung von Subjekt KlientIn und Subjekt Professionelle auch im Studium manifestiert und damit zu den allgemeinen didaktischen Prinzipien der Lehre gehört. Sie sollen sich an Begriffen wie Teilhabe, Werte, Selbsthilfe, Subjekt-Sein orientieren. Hierzu gehören insbesondere weiterhin die Einübung in prozessorientiertes Denken und Handeln, die Dimension der ästhetischen Reflexion und die Selbstreflexion. Die Studierenden sollen erkennen, wie die Beiträge der verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen aussehen und interagieren. Die Lehr- und Lernformen sind den Prinzipien des partizipativen Lernens und einer dialogischen Didaktik verpflichtet.

  • Hierzu befassen sich die Studierenden mit folgenden Lernfeldern:
    • Theorie der Integrativen Heilpädagogik
    • Ethik in der Integrativen Heilpädagogik
    • Beiträge der Humanwissenschaften
    • Rechtliche und gesellschaftswissenschaftliche Grundlagen / Gesell-schaftskenntnisse
    • Handlungs- und Arbeitsformen der Integrativen Heilpädagogik
    • Integrative Heilpädagogik als anwendungsbezogene Wissenschaft
    • Forschung
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